Wir tun was für Bienen! Der Wahlprofilkurs Biologie baut Nisthilfen für den Schulgarten

Unser Schulgartenprojekt „Ab ins Beet – Schule nachhaltig gestalten“ beteiligt sich in diesem Jahr mit dem Wahlprofilkurs Biologie
(10. Jahrgang) am deutschlandweiten Wettbewerb „Wir tun was für Bienen!“. Unsere laufende Dokumentation ist auf der Wettbewerbsseite bereits jetzt einsehbar.

Wir legen damit auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf den Schutz der Wildbienen. Unsere erfolgreiche Arbeit, die u.a. mit den Preisen bei Grünes Licht für Bienen  oder Bestäubend schön Berlin! sowie dem #beebetter-Award ausgezeichnet wurde, findet also eine Fortsetzung.

Nach Beendigung der Corona-bedingten Schulschließung konnte der Wahlprofilkurs Biologie endlich mit dem geplanten Bau von Nisthilfen beginnen. Wir geben hier einen kleinen Einblick in die einzelnen Arbeitsschritte.

Pappbruthülsen und Schilf dienen...

Sogenannte Insektenhotels dienen Wildbienen, Solitärwespen und anderen Bestäubern nicht als Urlaubsort, sondern als Kinderstube. Wir bevorzugen daher den Begriff der Nisthilfe. Im Schulgarten ergänzen die Nisthilfen unsere natürlichen Strukturen wie den Totholzhaufen oder die Sandflächen. Günstige Varianten kann man zwar in jedem Baumarkt kaufen – oft sind sie aber schlecht verarbeitet und mit nutzlosen Elementen befüllt. Wir entschlossen uns daher zum Selberbauen.

Wir wählten eine Bauvariante mit Konservendosen, die mit Schilf, Bambus oder speziellen Pappbruthülsen befüllt werden.

...als Füllmaterial für die Konservendosen

Die Schüler*innen sammelten im Vorfeld Konservendosen unterschiedlichster Größe.

Die Schilf-, Bambus- und Pappröhrchen mussten nun auf die entsprechende Länge zugeschnitten werden. Wildbienen gibt es in allen Größen. Sehr kleine Arten werden von den meisten Menschen gar nicht als Bienen erkannt. Dabei sind sie für Wildpflanzen überlebenswichtige Bestäuber. Viele Solitärbienen sind außerdem in ihrem Bestand gefährdet. Wir haben daher verschiedenste Röhrchendurchmesser und -materialien in den einzelnen Dosen angeboten.

Wir mussten darauf achten, dass saubere Schnittkanten entstehen, da die Bienenflügel sonst beim Einflug beschädigt werden könnten. Wir säuberten daher die Röhrchen aus den Naturmaterialien mit Pfeifenreinigern und Schleifpapier.

Um das Herausziehen der einzelnen Röhrchen durch Vögel zu vermeiden, mussten die Bündel abschließend mit Gips in der Konservendose fixiert werden.

Nun hoffen wir auf zahlreiche Bewohner!

Text & Fotos: Alexander Thiele

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