Elternbrief des Schulleiters zum Halbjahresende

Liebe Eltern,

während ich diesen Brief schreibe, am Sonntagabend, setzt sich wieder eine unselige Tradition fort: Während wir hier in den Schulen dabei sind, den Unterricht und die Infektionsschutzmaßnahmen zu organisieren und uns mit anderen Schulen abzustimmen, tobt über die Medien bereits eine intensive Diskussion um Maßnahmen, die ja gerade erst entwickelt werden.

Ich möchte Ihnen in diesem Brief gerne gerne einige Informationen zur aktuellen und zukünftigen Organisation unseres Schullebens geben.

Kontaktpersonen im schulischen Kontext: „Test to stay“
Am Donnerstag wurden wir informiert, dass die bisherige Praxis, Kontaktpersonen, die im schulischen Kontext entstanden sind (z.B. Sitznachbar*innen), in Quarantäne zu schicken, aufgegeben wird.
Vielleicht wird es Sie überraschen, aber ich begrüße diese Veränderung. Bei der bisherigen Regelung konnten wir aufgrund der immer späteren Übermittlung eines PCR-Testergebnisses die Kontaktpersonen oft erst dann in die Quarantäne schicken, wenn sie sich am Folgetag ohnehin schon wieder freitesten konnten, bis dahin saßen sie unkontrolliert im Klassenraum. Auf eigene Faust sind wir ja in den letzten Wochen schon dazu übergegangen, die Kontaktpersonen bereits bei einem positiven Schnelltest bei uns in die Isolation zu bitten und den PCR-Test dafür gar nicht abzuwarten. Sie als Eltern waren dabei bisher außerordentlich kooperativ, denn Sie hätten ja auch darauf bestehen können, dass ihre Kinder so lange weiter in die Schule gehen, bis ein positives PCR-Ergebnis vorliegt.
Der zweite Punkt: Auch seit Beginn der Omikron-Welle in den letzten Wochen war die Infektion von Kontaktpersonen im schulischen Kontext die große Ausnahme. Das heißt: Wir schickten ständig Kontaktpersonen in die Quarantäne, aber sie hatten sich glücklicherweise nicht infiziert.
Bislang (vielleicht muss ich mich demnächst korrigieren) sind die allermeisten Infektionen von außen in die Schule getragen worden. Besonders auffällig sind Infektionen durch Begegnungen im Sportverein, auf solche Infektionen entfielen in den letzten anderthalb Wochen die meisten unserer Fälle. Dann kommen Fälle im familiären Umfeld. Eine wahrlich nicht repräsentative, aber mich dennoch bestätigende Beobachung in den letzten anderthalb Wochen: In der Kursphase hat es, von einer Ausnahme abgesehen, ausschließlich Schüler*innen erwischt, die uns allen als Maskenmuffel bekannt sind. Was immer wieder in den Medien berichtet wurde, scheint sich auch bei uns zu bewahrheiten: Die Maske, insbesondere die fest anliegend getragene FFP2-Maske, ist ein wichtiger Schutz.
Von diesen Erfahrungen ausgehend möchte ich für unsere Schule die Test-to-stay-Strategie folgendermaßen umsetzen:

  • Wir ermitteln die Kontaktpersonen sofort, wenn wir vom Verdacht auf eine Infektion erfahren (z.B. positiver Schnelltest bei uns, positiver Schnelltest im privaten Bereich) und warten nicht erst auf das bestätigte PCR-Ergebnis. Es gilt: zwei Tage rückwärts ab dem positiven Test bzw. ab dem Auftreten von Symptomen.
  • Das Klassenteam bzw. die Oberstufentutor*innen informieren diese Kontaktpersonen unverzüglich per schul.cloud und die Eltern per Mail oder Anruf. Hier erfolgt die Information, dass sich die Kontaktpersonen für fünf Tage täglich zu testen haben. Am Wochenende sollen sie diese Testung bitte zuhause oder in einem öffentlichen Testzentrum durchführen, an Schultagen bei uns. Selbstverständlich können wir Sie zur Testung Ihrer Kinder zuhause nicht verpflichten, das wollen wir auch gar nicht, aber wir empfehlen es Ihnen dringend, schon um die privaten Kontakte vor evtl. doch aus der Schule hereingetragenen Infektionen zu schützen.
  • In der Woche nach den Winterferien hat die Senatsverwaltung ohnehin tägliche Tests in den Schulen angeordnet, die von mir eben benannte Regelung gilt also noch in dieser Woche und dann wieder in der zweiten Woche nach den Winterferien.
  • Nach wie vor sind Schüler*innen, die geboostert sind oder deren Impfung bzw. Genesung nicht länger als drei Monate zurückliegt, von der Testpflicht befreit. Wir appellieren an Sie als Eltern, dass Ihre Kinder, auch wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen sollten, trotzdem regulär an unseren Testungen in der Schule teilnehmen.

WICHTIG: Diese Regelungen gelten nur für Kontaktpersonen, die im schulischen Kontext entstanden sind. Für Kontakte im außerschulischen Bereich, also in der Familie, im Verein, in der Freizeit usw. gelten die bisherigen Quarantäne-Verpflichtungen weiter!

Zeugnisausgabe
Die Zeugnisausgabe erfolgt regulär am kommenden Freitag, 28.01.2022, in der 3. Stunde, danach ist Unterrichtsschluss. Wenn Ihr Kind das Zeugnis nicht persönlich entgegennehmen kann, weil es z.B. im Betriebspraktikum oder in Quarantäne ist, dann können Sie das Zeugnis gerne um 14.30 Uhr in der Aula entgegennehmen, ich werde es Ihnen bzw. Ihren Kindern dann aushändigen. Bitte beachten Sie, dass für einen Besuch in der Schule immer die 3G-Regel gilt.

Informationsabend für Schüler*innen und Eltern über Auslandsaufenthalte
Der Informationsabend für Schüler*innen und Eltern über Auslandsaufenthalte in der Schulzeit findet wie geplant am Montag, 07.02.2022 (gleich nach den Winterferien) in der Zeit von 18-20 Uhr in digitaler Form statt. Den Link zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem angefügten Dokument (siehe unten).
Die Teilnahme an dieser Veranstaltung empfiehlt sich auch schon für Interessierte in den Klassenstufen 7 und 8, weil ein Auslandsaufenthalt oft einer langen Vorbereitungszeit bedarf.

Eltern-Informationsabend für die Jahrgangsstufe 9
Auch der Eltern-Informationsabend für die Jahrgangsstufe 9 mit Informationen über die Organisation des Wahlpflichtunterrichts in der Jahrgangsstufe 10 und der Prüfung zum Mittleren Schulabschluss (MSA) findet wie geplant am Montag, 07.02.2022, in der Zeit von 20-21 Uhr statt, auch hier in digitaler Form. Den Link zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem angefügten Dokument (siehe unten).

Eltern-Informationsabend für die Jahrgangsstufe 10
Der Eltern-Informationsabend für die Jahrgangsstufe 10 mit Informationen über die Organisation und die Kurswahl in der gymnasialen Oberstufe findet wie geplant am Montag, 21.02.2022, um 18.00 Uhr statt, ebenfalls in digitaler Form. Den Link zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem angefügten Dokument (siehe unten).

Elternsprechabend
Unser Elternsprechabend am Dienstag, 22.02.2022 in der Zeit von 16 bis 20 Uhr soll ebenfalls digital stattfinden, hier arbeiten wir noch an einer geeigneten Organisationsform und werden Sie so bald wie möglich nach den Winterferien informieren.

Anmeldeverfahren für die künftigen 7. Klassen
Falls Sie ein Geschwisterkind für unseren neuen 7. Jahrgang anmelden möchten oder wissen, dass aus Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis ein Kind bei uns angemeldet werden möchte, dann beachten Sie bitte, dass aus Gründen des Infektionsschutzes in diesem Jahr ein Termin für die Anmeldung gebucht werden muss. Das geht recht schnell und einfach hier online. Weitere Informationen zum Anmeldeverfahren und den benötigten Unterlagen finden Sie hier.

Erreichbarkeit, Öffnungszeiten des Schulbüros
Unsere langjährige Sekretärin, Frau Lorenz, geht am 28.01.2022 nach 46 Arbeitsjahren in den wohlverdienten Ruhestand. Da es der Senatsverwaltung nicht gelungen ist, rechtzeitig für eine Nachfolge zu sorgen, wird das Sekretariat nach den Winterferien nur noch sehr eingeschränkt erreichbar sein, weil Frau Naumann nun ganz alleine im Schulbüro ist und unmöglich unsere üblichen Zeiten von 7 bis 16 Uhr täglich und am Freitag bis 13 Uhr vollständig abdecken kann. Ich bitte Sie schon jetzt um Verständnis.
In diesem Zusammenhang eine große Bitte: Sie helfen uns, wenn Sie Ihre Kinder per Mail unter kontakt@gks-berlin.de krankmelden und nicht anrufen.
Selbstverständlich ist Ihr Anruf nach wie vor willkommen, insbesondere, wenn Sie im Zusammenhang mit der Krankmeldung Ihres Kindes eine Frage haben sollten.

„Stark trotz Corona“ – Angebot von zusätzlichen Kursen
Unglaublich schwierig ist es, Aufhol- und Zusatzkurse aus dem Programm „Stark trotz Corona“ zu organisieren. Trotz vielfacher Unterstützung aus Ihren Reihen stehen der Durchführung der Kurse noch viele organisatorische Hindernisse im Wege. Ich bin allerdings optimistisch, dass wir in der dritten Woche nach den Winterferien mit den Zusatzkursen werden starten können. Sie erhalten dazu gesondert noch Informationen.

Liebe Eltern, bestimmt machen sich alle derzeit Sorgen, was die Pandemie noch alles mit uns und auch mit dem Unterricht in der Schule anstellen wird. Auch in unserem Kollegium geht die Sorge um, und viele unserer Kolleg*innen, die selbst junge Eltern sind, haben selbst Kinder, die in Quarantäne sind oder gar infiziert. Ich bitte Sie deshalb um Verständnis für die deutliche Steigerung des Unterrichtsausfalls in den letzten Wochen – und leider kann ich hier so lange keine durchgreifende Besserung versprechen, bis die Infektionszahlen wieder sinken.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien alles Gute und dann in der kommenden Woche auch schöne Ferien!

Uwe Kany
Schulleiter

Dieses Schreiben finden Sie hier als PDF zum Download.

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