Das Garten-Projekt “Ab ins Beet” – Unsere Anfänge

Im Mai 2016 hat unsere Schule die ersten Planungen für die Anlage eines schuleigenen Gartens aufgenommen. Dazu werden eine verlassene Kugelstoßanlage und die Reste des ehemaligen Gartens des Hausmeisters umfunktioniert.

Im Sommer 2016 führten Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs im Rahmen ihrer Studienzeit erste Gestaltungen durch. Wir haben Hochbeete angelegt und einen Kompostsilo errichtet. Außerdem wurde eine Kompostbodenlieferung des Grünflächenamts für die Aufbesserung des Bodens verarbeitet.

Im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit steht vor allem der praxisorientierte Teil, in dem wir u.a. eigenes Gemüse, frisches Obst und verschiedene Kräuter anbauen möchten. Unter dem Aspekt des Urban Gardening möchten wir Schülerinnen und Schüler für diese naturnahe und nachhaltige Arbeit begeistern und ihr Interesse fördern. Gerade für Kinder aus dem Stadtgebiet bietet diese Arbeitsgruppe die einzige Möglichkeit sich auf diese Weise mit dem Thema Selbstversorgung aktiv zu beschäftigen. Dabei lernen sie, dass reichhaltige Angebot im nächstgelegenen Supermarkt zu hinterfragen und zu schätzen.

Am bedeutendsten ist aber der Spaß, den die Schülerinnen und Schüler dabei erfahren sollen: man bewegt sich an der frischen Luft, hört Vögel und riecht die verschiedenen Düfte, die ein Garten bietet.

Der Schulgarten ist außerdem ein sehr bedeutsames Element des „normalen” Unterrichts. Im Biologieunterricht kann der Komposthaufen als lebendiges Ökosystem betrachtet werden. Zudem ist der Garten im Jahresverlauf ein Abbild unserer Vegetationszone. Zu guter Letzt ist das Thema Nachhaltigkeit nicht nur in verschiedenen Fächern relevant, sondern auch eine der größten Herausforderungen der Gesellschaft.

Zum neuen Schuljahr 2018/19 wird ein neues Unterrichtsfach namens „Praktische Biologie” eingeführt, in dem sich die Schülerinnen und Schüler auch mit wissenschaftlichen Fragestellungen an die Arbeit im Garten herantasten werden. Auch dort steht die Praxis im Mittelpunkt. Außerdem wird die Arbeit im Garten fester Bestandteil der Schulgemeinschaft. So sollen in den Projektwochen der nächsten Jahre auch größere Bauprojekte (z.B. die Anlage eines Grünen Klassenzimmers) realisiert werden. Dabei finden wir auch Unterstützung von Eltern, was eine spannende Mischung unterschiedlicher Stärken und Interessen ergibt und das Gemeinschaftsgefühl nachhaltig stärkt.

 

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