Schulöffnung – Jahrgang 10

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern,

am Montag beginnt wieder der Präsenzunterricht hier bei uns in der Schule für die 10. Klassen. Aus vielen Anrufen, Gesprächen und Mailkontakten mit euch bzw. mit Ihnen weiß ich, dass die Befürchtungen weit auseinandergehen:

  • Den einen geht die Schulöffnung viel zu schnell, sie befürchten ein unvertretbar hohes Infektionsrisiko für die Schüler*innen und damit auch für die Familien.
  • Den anderen geht die Schulöffnung viel zu zaghaft voran und sie befürchten, dass die Schüler*innen mögliche Leistungsdefizite nicht mehr angemessen werden aufarbeiten können.

Wir sind nicht nur alle verpflichtet, eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus nach Möglichkeit zu verhindern, sondern wir müssen auch unsere Lehrkräfte, von denen nicht wenige einer Risikogruppe angehören, angemessen schützen.

Deshalb haben wir folgende Festlegungen getroffen:

Die schriftlichen Prüfungen wurden abgesagt, warum beginnt der Jahrgang 10 trotzdem schon am kommenden Montag?
Das Vorziehen des Jahrgangs 10 war nicht, wie teilweise in den Medien fälschlich vermittelt, primär den schrift-lichen MSA-Prüfungen geschuldet, sondern dass im Jahrgang 10 in jedem Fach eine belastbare Jahrgangsnote gebildet und eine Versetzungsentscheidung getroffen werden muss. Diese Jahrgangsnote hat – im Gegenteil – durch die Absage der schriftlichen Prüfungen eine besondere Bedeutung bekommen, da nun ausschließlich sie zusammen mit der Note der Präsentationsprüfung über das Bestehen des Mittleren Schulabschlusses (MSA) entscheidet.

Was ist zu tun, wenn im Haushalt Angehörige von Risikogruppen leben?
Die Senatsverwaltung geht davon aus, dass Schüler*innen, die auch sonst (z.B. für Besorgungen) gelegentlich das Haus verlassen, ab Montag am Unterricht regulär teilnehmen können. Wie man dem Terminplan entnehmen kann, gibt es lediglich zwei bis drei Unterrichtstage pro Woche, und das in kleinen Gruppen. Sollte das Risiko für die Familie trotzdem als unvertretbar angesehen werden, bitte unverzüglich den Kontakt mit dem jeweiligen Klassenteam herstellen, damit wir eine einzelfallbezogene Lösung finden können.

Von Elternseite ist mir vielfach Unterstützung z.B. bei Aufsichtstätigkeiten hier in der Schule angeboten worden. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Noch denke ich, dass wir hier auch ohne die Mitwirkung der Eltern auf dem Schulgelände gut aufgestellt sind (zumal ja zusätzliche Personen immer auch eine gewisse erhöhte Gefährdung darstellen), aber ich werde nicht zögern, auf die Elternangebote zurückzukommen, wenn es hier vor Ort geboten erscheint.

Bei allen Einschränkungen, die wir beachten müssen: Ich freue mich auf das Wiedersehen mit unseren Schüler*innen ab kommendem Montag!
Mit einem herzlichen Gruß!

Liebe Schüler*innen, bleibt gesund und – freut euch auf den Schulbeginn!
Liebe Eltern, bleiben Sie gesund und freuen Sie sich auf wenigstens ein paar kinderfreie Tage!

Uwe Kany
Schulleiter

Dieses Schreiben finden Sie hier als PDF zum Download!

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