Leistungsbewertung, MSA-Bestehen und Versetzung in Jahrgang 10

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern,

seit dem 27.04.2020 gibt es für den Jahrgang 10 wieder Präsenzunterricht, wenn auch nur in eingeschränktem Umfang, weil wir hier vor Ort streng auf die Abstandsregeln achten. An mindestens 13 Schultagen bis zu den Sommerferien ganz und an einigen anderen zusätzlichen Tagen zum Teil können Ihre Kinder unsere Schule wieder besuchen. Dies ist mit einer enormen organisatorischen Kraftanstrengung unsererseits verbunden und wir sind auch froh, dass wir fast alle Fächer abdecken können. Ich bitte Sie sehr um Verständnis, dass trotz dieser eingeschränkten Möglichkeiten immer wieder auch Unterricht ausfällt – wir müssen hier gleichzeitig noch die MSA- und Abiturprüfungen durchführen und lassen auch Lehrkräfte nicht unterrichten, wenn sie aufgrund von Vorerkrankungen besonders durch eine Corona-Infektion gefährdet wären. Da inzwischen aber alle gesunden Lehrkräfte wieder ihr volles Deputat unterrichten, stehen nahezu keine Kapazitäten mehr für das Homeschooling zur Verfügung.
Ich möchte auch die Gelegenheit nutzen, Ihnen für Ihre Unterstützung zu danken, nämlich dass Sie Ihre Kinder selbst mit der nötigen Verpflegung versorgen, weil wir vorsorglich Cafeteria und Mensa noch nicht öffnen, dass Sie Ihre Kinder zuhause lassen, wenn sie auch nur leichte Erkältungssymptome zeigen und dass Sie Ihre Kinder dazu anhalten, die Regeln in der Schule (Abstandsgebot, Einbahnstraßenregelung, Hygienemaßnahmen) unbedingt zu beachten – und dass Sie als Ersatz-Lehrkräfte zuhause das zu kompensieren versuchen, was wir hier in der Schule Ihren Kindern leider nicht bieten können.

Was bedeutet die Zeit der Schulschließung, des Homeschooling und der schrittweisen Schulöffnung nun für die Leistungsbewertung und die Versetzungsentscheidungen, an die im Jahrgang 10 immer auch die Entscheidung über das Bestehen des MSA geknüpft ist? Weil auch über die Medien immer wieder zumindest missverständliche oder verkürzte Informationen verbreitet werden, möchte ich Sie hier über den diesbezüglichen Sachstand informieren:

Auch in diesem Schuljahr wird es Versetzungsentscheidungen geben, das hat die Senatsverwaltung unmissverständlich klar gemacht. Das Bestehen des MSA hängt dabei vom Bestehen der Präsentationsprüfung und den Zeugniszensuren im sog. „Jahrgangsteil“ des MSA ab.

Wer trifft diese Entscheidungen? Versetzungsentscheidungen werden immer von der Klassenkonferenz getroffen, der alle Fachlehrkräfte und die Schulleitung angehören. Wir haben in diesem Jahr die Versetzungskonferenzen möglichst spät angesetzt, sie tagen am 16. und 17. Juni 2020.

Bitte zögern Sie nicht, sich bei Fragen an Ihr jeweiliges Klassenteam zu wenden!

Die schulische Situation ist nach wie vor schwierig, und das am meisten Belastende für uns alle ist wahrscheinlich die Ungewissheit, wie es weitergehen wird: bis zu den Sommerferien, nach den Sommerferien… Da diese Situation aber ja alle Schüler*innen in der Bundesrepublik Deutschland betrifft, sitzen Ihre Kinder mit vielen anderen in einem Boot – und das mag bei den noch zu treffenden bildungspolitischen Entscheidungen ein großer Vorteil sein.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die Bewältigung der derzeit anstehenden Aufgaben und Ihren Kindern trotz aller Belastungen viel Freude und Erfolg für den Rest des Schuljahres!

Herzlich

Uwe Kany
Schulleiter

Dieses Schreiben finden Sie hier als PDF zum Download!

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