Leistungsbewertung, Probezeit und Versetzung in Jahrgang 7

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern,

seit dem 11.05.2020 gibt es für den Jahrgang 7 wieder Präsenzunterricht, wenn auch nur in eingeschränktem Umfang, weil wir hier vor Ort streng auf die Abstandsregeln achten. An mindestens 10 Schultagen bis zu den Sommerferien ganz und an einigen anderen zusätzlichen Tagen zum Teil können Ihre Kinder unsere Schule wieder besuchen. Dies ist mit einer enormen organisatorischen Kraftanstrengung unsererseits verbunden und wir sind auch froh, dass wir fast alle Fächer abdecken können. Ich bitte Sie sehr um Verständnis, dass trotz dieser eingeschränkten Möglichkeiten immer wieder auch Unterricht ausfällt – wir müssen hier gleichzeitig noch die MSA- und Abiturprüfungen durchführen und lassen auch Lehrkräfte nicht unter-richten, wenn sie aufgrund von Vorerkrankungen besonders durch eine Corona-Infektion gefährdet wären. Da inzwischen aber alle gesunden Lehrkräfte wieder ihr volles Deputat unterrichten, stehen nahezu keine Kapazitäten mehr für das Homeschooling zur Verfügung.

Ich möchte auch die Gelegenheit nutzen, Ihnen für Ihre Unterstützung zu danken, nämlich dass Sie Ihre Kinder selbst mit der nötigen Verpflegung versorgen, weil wir vorsorglich Cafeteria und Mensa noch nicht öffnen, dass Sie Ihre Kinder zuhause lassen, wenn sie auch nur leichte Erkältungssymptome zeigen und dass Sie Ihre Kinder dazu anhalten, die Regeln in der Schule (Abstandsgebot, Einbahnstraßenregelung, Hygienemaßnahmen) unbedingt zu beachten – und dass Sie als Ersatz-Lehrkräfte zuhause das zu kompensieren versuchen, was wir hier in der Schule Ihren Kindern leider nicht bieten können.

Was bedeutet die Zeit der Schulschließung, des Homeschooling und der schrittweisen Schulöffnung nun für die Leistungsbewertung und die Versetzungsentscheidungen, an die im Jahrgang 7 immer auch die Entscheidung über das Bestehen der Probezeit geknüpft ist? Weil auch über die Medien immer wieder zumindest missverständliche oder verkürzte Informationen verbreitet werden, möchte ich Sie hier über den diesbezüglichen Sachstand informieren:

Auch in diesem Schuljahr wird es Versetzungs- und Probezeitentscheidungen geben, das hat die Senatsverwaltung unmissverständlich klar gemacht. In den Fällen, wo wir uns in unserem Urteil nicht sicher sind, z.B. weil wir keine ausreichende Bewertungsgrundlage haben, werden wir trotzdem in den 8. Jahrgang versetzen, die Probezeitentscheidung wird dann erst am Ende der Jahrgangsstufe 8 getroffen.
Dies bedeutet, dass es nach den Versetzungskonferenzen im Jahrgang 7 drei Gruppen von Schüler*innen geben wird:

  1. Schüler*innen, bei denen wir eine ausreichende Bewertungsgrundlage haben und die wir aufgrund ihrer Leistungen in den Jahrgang 8 versetzen und gleichzeitig auch das Bestehen der Probezeit feststellen.
  2. Schüler*innen, bei denen wir eine ausreichende Bewertungsgrundlage haben und die wir aufgrund ihrer Leistungen nicht in den Jahrgang 8 versetzen und damit auch das Nichtbestehen der Probezeit feststellen. Diese Schüler*innen müssen das Gymnasium verlassen und besuchen im nächsten Schuljahr die Klassenstufe 8 an einer Integrierten Sekundarschule (ISS).
  3. Schüler*innen, bei denen wir keine ausreichende Bewertungsgrundlage haben und/oder uns wegen der Zeit der Schulschließung in unserem Urteil über die Kompetenzentwicklung unsicher sind. Diese Schüler*innen werden wir in den Jahrgang 8 versetzen, damit ist aber noch nicht das Bestehen der Probezeit verbunden. Diese Entscheidung wird erst am Ende von Jahrgangsstufe 8 getroffen.

Wer trifft diese Entscheidungen? Versetzungsentscheidungen werden immer von der Klassenkonferenz getroffen, der alle Fachlehrkräfte und die Schulleitung angehören. Wir haben in diesem Jahr die Versetzungskonferenzen möglichst spät angesetzt, sie tagen am 16. und 17. Juni 2020.

Bitte zögern Sie nicht, sich bei Fragen an Ihr jeweiliges Klassenteam zu wenden!

Die schulische Situation ist nach wie vor schwierig, und das am meisten Belastende für uns alle ist wahrscheinlich die Ungewissheit, wie es weitergehen wird: bis zu den Sommerferien, nach den Sommerferien… Da diese Situation aber ja alle Schüler*innen in der Bundesrepublik Deutschland betrifft, sitzen Ihre Kinder mit vielen anderen in einem Boot – und das mag bei den noch zu treffenden bildungspolitischen Entscheidungen ein großer Vorteil sein.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die Bewältigung der derzeit anstehenden Aufgaben und Ihren Kindern trotz aller Belastungen viel Freude und Erfolg für den Rest des Schuljahres!

Herzlich

Uwe Kany
Schulleiter

Dieses Schreiben finden Sie hier als PDF zum Download!

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