Kartoffeltagebuch – 1. Eintrag (25. April 2017): Das Experiment beginnt

Wir haben die Kartoffeln vom Deutschen Kartoffelhandelsverband erhalten. Unsere Saatkartoffeln mit dem Namen „Solist“ wurden in dieser Woche angeliefert und stammen aus der Norika Kartoffelzucht, die in Sanitz bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ansässig ist. Bereits vor einigen Tagen begann die Vorbereitung durch die Klasse 10.1.

Der Boden unserer ehemaligen Kugelstoßanlage, in der unser Schulgartenprojekt umgesetzt wird, ist bisher noch zu stark verdichtet und nährstoffarm – keine guten Bedingungen um unsere Kartoffeln klassisch anzubauen. Ein kompletter Austausch des Bodens ist in diesem Jahr noch nicht realisierbar. Da wir uns aufgrund dieser Gegebenheiten bereits im Vorfeld im Rahmen des Urban Gardening mit alternativen Anbaumethoden beschäftigt haben, sind wir aber auf die sogenannten Prinzessinnengärten gestoßen, die das Prinzip der Kartoffeltonne bzw. des Kartoffelsacks anwenden. Dabei handelt es sich um eine vertikale Anbaumethode: Sobald das erste Kartoffelgrün die Erde durchstoßen und eine Größe von ca. 20 cm erreicht hat, wird dieses wieder mit Erde bedeckt. Dieses Vorgehen ersetzt das klassische Anhäufeln und wird wiederholt, bis das Gefäß bis zum Rand mit Erde gefüllt ist.

Diese Methode wollen wir in diesem Jahr neu interpretieren: Die Beseitigung der drei Kugelstoßringe hinterließ tiefe Löcher im Boden. Diese Löcher werden wir für den Anbau unserer Kartoffeln nutzen. Heute haben wir die ersten Saatkartoffeln in diese Kugelstoßringe eingesetzt. Das Experiment beginnt…

Schüler*innen der ehemaligen Klasse 10.1 bei der Vorbereitung der Beete
Schüler*innen der ehemaligen Klasse 10.1 bei der Vorbereitung der Beete
Schüler*innen der ehemaligen Klasse 10.1 bei der Vorbereitung der Beete
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