Schulfußball ist schon lange kein Hobbyfußball mehr. Die Schüler spielen durchweg in Vereinen und das merkt man auch. Das Spiel ist schnell, dynamisch, körperbetont und trickreich. Um sich hier durchsetzen zu können, braucht man ein gutes Team, ein sehr gutes Team. Von der Papierform her hat das Gottfried-Keller-Gymnasium eine konkurrenzfähige Mannschaft. Aber wie sieht es aus, wenn gleich vier Säulen der Mannschaft wegbrechen, weil sie entweder verletzt sind oder Klausurverpflichtungen haben?
Am 9. Oktober 2026 reiste ein Rumpfteam von gerade einmal zwölf Spielern, davon zwei Torhüter und ein Youngster, zur Bezirksmeisterschaft ins Hans-Rosenthal-Stadion. Mit anderen Worten, die Trainer vom Kooperationspartner SCC hatten lediglich eine Wechselmöglichkeit, wenn ein Torwart zum Feldspieler umfunktioniert wird. Keine guten Voraussetzungen, keine leichte Aufgabe!
Das neu formierte Team musste sich im ersten Gruppenspiel gegen die Friedensburg-Oberschule erst einmal finden. Deshalb gab es am Ende nur ein Unentschieden (0:0). Viel besser lief es da schon gegen das Friedrich-Ebert-Gymnasium (2:0). Es bedurfte jedoch eines Sieges gegen das Marie-Curie-Gymnasium, wollten die GKS-Schüler als Gruppenerster ins Halbfinale einziehen. Nach einem spannenden Spiel lag man am Ende in der Tat 2:1 vorn und musste nur noch ein Spiel gewinnen, um sich für die Regionalrunde West zu qualifizieren. Das Herder-Gymnasium war die erwartet harte Nuss, die man letztendlich mit einem 4:2 knacken konnte. Und wie so oft traf das GKS-Team im Finale auf das Wald-Gymnasium, wieder einmal „El Clásico“ im Bezirksschulfußball Charlottenburg-Wilmersdorf.
In der regulären Spielzeit gab es keinen Sieger (1:1), obwohl das Gottfried-Keller-Gymnasium ein leichtes Chancenplus verzeichnen konnte. Also Elfmeterschießen! Die Trainer der GKS hatten eine schwere Wahl, welcher der beiden Torhüter dem Nervenkitzel am ehesten gewachsen war. Am Ende haben sie richtig entschieden, denn die Schüler vom Wald-Gymnasium konnten nicht einen Treffer landen. Somit war nach zwei Toren für das Gottfried-Keller-Gymnasium schon frühzeitig Schluss und man konnte mit stolzgeschwellter Brust das Hans-Rosenthal-Stadion verlassen.
Unbedingt erwähnenswert ist die Tatsache, dass alle Spiele, wirklich alle Spiele fair verliefen. Keine Meckereien, kein überhartes Einsteigen. Das ist leider nicht mehr selbstverständlich. Anscheinend waren hier echte Oberschüler am Start.
Der GKS-Spruch des Tages:
Auch ohne vier, gewinnen wir!
Gratulation an die Spieler und das Trainerteam.
Text & Fotos: H. Achterberg

